Gesundheitsrisiko vegane Ernährung?

Gesundheitsrisiko vegane Ernährung?
© CANVA @gettysignature

Die vegane Ernährung boomt. Immer mehr Menschen entscheiden sich aus ethischen, ökologischen, gesundheitlichen oder religiösen Gründen für den vollständigen Verzicht auf tierische Produkte.

Auch in meiner Arbeit als Diätologin begleite ich viele Patientinnen, die sich vegan ernähren. Um individuell und evidenzbasiert beraten zu können, bilde ich mich laufend fort, lese aktuelle Studien und tausche mich mit Fachkolleginnen aus.

Genau aus diesem Grund habe ich mir für die neue Doppelfolge der Bauchdetektivgeschichten einen spannenden Gast eingeladen: Niko Rittenau

Er ist Ernährungswissenschaftler, mehrfacher Bestsellerautor und promoviert aktuell. Lange galt er als einer der bekanntesten Vertreter der veganen Ernährung im deutschsprachigen Raum. Doch in letzter Zeit sind neue, differenzierte Töne von ihm zu hören.

Was steckt dahinter?

Vegane Ernährung: gesundheitliches Risiko oder gut planbar?

Grundsätzlich gilt: Eine gut geplante vegane Ernährung kann viele gesundheitliche Vorteile haben – etwa ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder günstige Effekte auf Blutfettwerte.

Gleichzeitig wissen wir: Eine vegane Ernährung erfordert eine besonders sorgfältige Nährstoffplanung.

Kritische Nährstoffe können unter anderem sein:

  • Vitamin B12
  • Eisen
  • Jod
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Zink
  • Vitamin D
  • hochwertiges Protein

Supplemente sind daher in vielen Fällen notwendig und sinnvoll.

Wenn trotz Supplementierung Probleme auftreten

In unserem Gespräch berichtet Niko von Fällen – unter anderem aus seinem persönlichen Umfeld – bei denen Menschen nach langjähriger, streng veganer Ernährung gesundheitliche Beschwerden entwickelten.

Und das trotz:

  • durchdachter Nährstoffplanung
  • gezielter Supplementierung
  • hohem Ernährungswissen

Interessant dabei: In manchen dieser Fälle verbesserten sich die Symptome, nachdem einzelne tierische Lebensmittel – zum Beispiel Eier – wieder in den Speiseplan integriert wurden.

Was bedeutet das?

Müssen jetzt alle wieder tierische Produkte essen?

Ganz klar: Pauschale Aussagen helfen hier nicht weiter.

Die zentrale Frage lautet vielmehr:

  • Gibt es individuelle Unterschiede in der Nährstoffverwertung?
  • Reichen Supplemente immer aus?
  • Spielt das Darmmikrobiom eine Rolle?
  • Gibt es bisher unterschätzte Faktoren in der veganen Ernährung?

Die Diskussion zeigt vor allem eines: Ernährung ist komplex. Und wissenschaftliche Positionen dürfen sich weiterentwickeln, wenn neue Erkenntnisse dazukommen.

Fazit: Differenz statt Dogma

Ist die vegane Ernährung ein Gesundheitsrisiko? Oder ist sie bei guter Planung weiterhin eine sinnvolle Option?

Die Antwort ist – wie so oft – nicht schwarz-weiß.

Genau deshalb widmen wir diesem Thema gleich zwei Folgen.

🎧 In Folge 054 und 055 der Bauchdetektivgeschichten sprechen wir ausführlich über aktuelle Entwicklungen, persönliche Erfahrungen, wissenschaftliche Unsicherheiten und die Frage, ob und für wen eine rein vegane Ernährung langfristig sinnvoll ist.

„Gesundheitsrisiko vegane Ernährung?“ – Jetzt reinhören und dir deine eigene evidenzbasierte Meinung bilden.

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